Praxistest Garmin GPSMAP 64s

Als User eines GPSMAP 60csx stellt man sich eben immer mal wieder die Frage, ob die 1000 darauf speicherbaren Geocaches und die fehlenden Listings auf dem Gerät nicht eventuell eines Upgrades bedürfen 😉

Obwohl ich derzeit kaum zum Cachen komme, habe ich mit daher direkt nach dem Erscheinen ein Garmin GPSMAP 64s bestellt und dieses daheim auf Herz und Nieren bzw. neue Funktionen getestet. Was ich da gesehen habe, hat einen guten Eindruck gemacht und so habe ich nach dem Grundsetup mein geliebtes 60er weggelegt, die neuen Akkus in das 64er gepackt und bin mit Dosenluder zu einer kleinen Nachmittagsrunde gestartet. Da im Netz bereits einige Leute lange Artikel zum GPSMAP 64s geschrieben haben, die auf den technischen Papierdaten des Gerätes basieren, möchte ich mir das einfach sparen und das Ergebnis vorwegnehmen.

Das Gerät befindet sich nach 8 Stunden Einsatz nun wieder beim Händler und wartet auf einen neuen Käufer. In dieser Zeit hatte ich PRO STUNDE 1-2 Komplettabstürze und habe ZWEI Akkusätze (ENELOOP) komplett entleert. (Trotz abgeschalteter Zusatzfunktionen)

Evtl. hatte ich ein Montagsgerät, aber wenn man bedenkt, dass es bei den Oregons und auch beim direkten Vorgänger dem 62er sehr lange gedauert hat bis eine halbwegs praxistaugliche Firmware auf dem Markt war, dann muss ich leider sagen, dass ich für fast 400 Euro definitiv nicht bereit bin den Betatester zu spielen.

Der hohe Stromverbrauch liegt vermutlich daran, dass Stromfresserfunktionen wie Bluetooth oder Chirp nicht komplett deaktiviert werden oder werden können, was auch beim Oregon anfangs der Fall war. Auch die angegebenen bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit sind natürlich kein ernst zu nehmender Wert, aber die Laufzeit eines Oregon von 5-7 Stunden sollte wenigstens drin sein. Selbst wenn man einrechnet, dass man an einem neuen Gerät natürlich mehr herumspielt und so die Beleuchtung häufiger an ist.3-4 Stunden sind aber nicht akzeptabel und da stimmt etwas nicht.

Ich habe diesen Artikel absichtlich nicht „Test“ genannt, denn davon gibt es schon einige, die sich wie abgetippte Marketingunterlagen lesen. „Erfahrungsbericht“ trifft es einfach besser und diese Erfahrung war leider sehr negativ.

Auch wenn Funktionen wie GLONASS und 5000 Wegpunkte einen echten Fortschritt bedeuten und es wirklich positiv ist eine 32 GB SD-Karte verwenden zu können, dann benötige ich trotzdem vor allem ein Gerät, dass nicht ständig abstürzt und einen ganzen Cachetag durchhält. Auf die Kopplung mit meinem Mobiltelefon per Bluetooth kann ich dabei eigentlich verzichten, zumindest in der aktuellen Implementation.

Bleibt zu hoffen, dass Garmin ein stabiles Update noch vor 2015 nachschiebt, denn die Hardware an sich ist so schlecht nicht (in „gut“ würde ich es mir zulegen) und die Alternativen am Markt haben auch ihre Macken. Ich habe ja noch mein geliebtes 60er… 😀

Viele Grüße

GeoSoph

PS: Schreibt doch bitte Eure Erfahrungen mit diesem Gerät per Kommentar. Es kann ja sein, dass andere Exemplare weniger oder keine Probleme machen.