Nachtrag zum Artikel „Spionageaccounts?“

Nur um kurz klar zu stellen, warum ich sensibel auf solche Zugriffe reagiere ein kurzer Nachtrag zum vorherigen Artikel „Spionageaccounts?„:

Die „Richtlinien“ von Groundspeak besagen, dass ein Cache vom Landbesitzer offiziell genehmigt werden muss. Im genannten Fall ist das eine Gemeinde (also WIR), da Grillplatzgelände.

Wenn ich nun aber einen Abseilcache, der geduldet ist OFFIZIELL genehmigen lassen möchte, dann darf das die Gemeinde natürlich nicht tun, denn damit wäre sie für unser Tun verantwortlich. Also macht man es wie die Wanderer, Modellflieger, Fotografen und dort spielenden Kinder und hält gefälligst die Klappe und dankt der Gemeinde im Stillen dafür, dass sie uns in Ruhe lässt. Unser Tun stört die Umwelt definitiv weniger als die Grillfeten vor Ort das evtl. bewirken. Nach Einbruch der Dunkelheit habe ich als Owner den Cachern meinen Wunsch per Text und Attribut mitgeteilt, dem Cache fern zu bleiben. So stört das auch den Jäger nicht.

Die Alternative sieht wie folgt aus:
Im Ruhrgebiet wurde der Abseilcache am Tetraeder archiviert, der vom Eigentümer und der Polizei toleriert wurde. Die Beamten hielten es dabei so, dass erlaubt ist, was nicht verboten ist und niemand vorschreibt auf welcher Seite der Treppe man an einem Turm, dessen Betreten auf eigene Gefahr geschieht, absteigt.
Einige Cacher wurden von den Polizisten, die an dieser Stelle gerne mal das Fahrzeug abgestellt hatten gefragt, ob sie denn wissen was sie tun und gebeten das Geländer zu schonen. Ehrensache, dafür gab es Markierungen für die Bandschlingen.
Archiviert wurde der Cache, weil ein paar Oberlehrer, die weder zum Eigentümer, noch zu den Ordnungshütern gehörten, in Foren nach einer schriftlichen Genehmigung fragten und sich bei Groundspeak beschwerten.
Der Eigentümer konnte natürlich nicht schriftlich genehmigen, was ihn rechtlich zum Veranstalter gemacht hätte. Obwohl er das vermutlich sofort getan hätte.

Manchmal stehen wir uns selbst im Weg.

Ich bin der Meinung, dass man den Menschen ein wenig Freiraum gönnen sollte, solange kein Dritter dadurch gefährdet wird. Wenn wir uns irgendwo abseilen, ohne etwas zu beschädigen, dann tut das keinem weh. Es ist ja nicht so, dass wir auf der Suche nach dem Kick Straßenrennen veranstalten oder uns auf Kinderspielplätzen ins Koma saufen. Und wenn einmal etwas passieren sollte, dann ist das wie beim Bergsteigen, Skifahren oder Biken oder beim “Über die Strasse gehen”. Tragisch, aber so ist das Leben. Es sollen schon Leute tödlich vom Sofa gefallen sein.

Viele Grüße

GeoSoph

Ein Gedanke zu „Nachtrag zum Artikel „Spionageaccounts?“

  1. Auch wenn ich dir recht gebe… die Versicherungen sehen das anderer … leider…

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