Spionageaccounts ?

Ein Grund, alle eigenen Caches auf „Premium Only“ umzustellen ist sicher der, dass Cacheinhalte nicht in allen möglichen Suchmaschinen auftauchen und so die selbsternannten GC-Spione, Wichtigtuer und komplett verbohrte Fanatiker auf den Plan rufen. Diese fehlgeleiteten Personen haben ja inzwischen auch das umweltbewusste Geocaching als willkommenen, weil leicht zu identifizierenden Feind auserkoren. Besonders anfällig sind dabei Tradis, auch wenn sie nicht auf Privatgelände oder in sensiblen Bereichen liegen.

Bei PM-Only-Caches hat man zudem die Möglichkeit, die Accounts zu identifizieren, die das Listing angeschaut haben. Wenn da nun aktive Premium-Accounts mit nur einem Fund auftauchen, dann wird man als Owner hellhörig und vermutet dahinter derartige Zeitgenossen und Spionageaccounts (evtl zu unrecht).

Man kann ja leider nie sagen, ob es sich bei solchen Zugriffen um ein ausgeliehenes Spionagekonto oder eine harmlose Sockenpuppe handelt. Überprüft Eure PM-Only T5er im Raum Heilbronn doch einfach mal auf derartige Kontenzugriffe und sagt Bescheid, ob diese (falls vorhanden) einem Muster folgen

Es folgt ein Beispiel für die „Einsiedel Nordwand„, einem Abseilcache an einem  Grillplatz in einem aufgelassenen Steinbruch, der seit 2008 komplett ohne Beeinträchtigung der Umwelt dort existiert. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich nur um ein verdächtiges Beispiel handelt. Es könnte sich auch um einen inaktiven Cacher mit seltsamem Humor handeln, der mit einer ungenutzten Premiummitgliedschaft Groundspeak unterstützen möchte.

Für einen inaktiven Cacher oder eine Sockenpuppe meldet sich dieses Konto allerdings zu häufig an.

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Dieses Beispielkonto wurde 2011 angelegt und bei einem „Event“ mit Diskussion über das böse GeoCaching 2012 einmalig zum Loggen verwendet. 2

Es wird verstärkt wochentags benutzt, das lässt, wenn sich die Zugriffe in unserer Gegend häufen,  den Verdacht aufkommen, dass sich die Schwaben sogar den eigenen Schnüffelaccount gespart haben und im berüchtigten RP mitlesen.

Viele Grüße und gebt Rückmeldung, ob das ein Einzelfall ist

GeoSoph

 

5 Gedanken zu „Spionageaccounts ?

    • Meiner Meinung nach sind die Behörden Accounts – wenn sie denn tatsächlich von einer Behörde benutzt werden – durchaus sinnvoll.
      Dann kann man sich einloggen, den Entsprechenden Owner anschreiben, falls es Probleme gibt und diese aus dem Weg räumen, möglichst ohne dass der Cache archiviert werden muss.

      Dazu muss man auch nicht „spionieren“. Schließlich sind die Accounts dazu da um sich als Behörde zu erkennen zu geben. Zumindest sehe ich dass so.

      Ich arbeite bei der Polizei in Rheinland-Pfalz. Dort betreuen ich und 2 weitere Kollegen die auch privat Geocaching den Account. Bisher konnten wir „Probleme“ meist lösen, so dass der Cache bestehen bleiben konnte – bis auf eine Ausnahme, bei der sich der Owner stur stellte bzw. weigerte den Final zu verlegen.

      Jedenfalls kann ich dem Argument, dass Behörden grundsätzlich gegen Geocaching sind nicht folgen. Die Frage ist doch, wie sich eine Behörde prsäsentieren will.

      Ich denke bei professionellem Vorgegehen: „Sehr geehrter Owner der Cache liegt auf Privatgrund… etc., bitte passen sie an.“ hat keiner Grund sich zu beschweren.

      Gruß
      dustimausi

      • Ein wirklich konstruktiver und umsichtiger Beitrag, der mich daran erinnert, dass auch ich als durchaus kommunikativer und dialogfähiger Mensch inzwischen bei der ganzen Hetze einiger Gruppen wie z.B. Jäger gegen GeoCacher hinter jeder Ecke einen Gegner vermute.

        Das ist natürlich falsch und förder nicht gerade den Dialog.

        Mein Artikel zielt auf die radikalen Cachegegner und Oberlehrer ab, die Gründe suchen gegen Caches vorzugehen, und sich dabei hinter anderen Interessensgruppen verstecken oder vorgeben diesen anzugehören.

        Also nochmal: Danke für den Beitrag !

        Gruß

        GeoSoph

  1. Hallo,

    hier auf meinem Blog ein Unfall gestern in Magdeburg, das dem Thema bestimmt
    nicht dienlich ist.

    —Link has been removed—

    CachePac

    • Du hast Recht, das ist wieder mal Negativwerbung und mit der zunehmenden Masse an GeoCachern wird das nicht der letzte Unfall bleiben, denn man kann auch auf dem Waldweg böse stürzen oder vom Sofa fallen. 😉

      Anzumerken ist allerdings, dass beim „richtigen“ Klettern in der Halle oder am Fels jedes Jahr deutlich mehr Leute verunglücken, aber im Gegensatz z.B. zum Skifahren haben wir keine Tourismuslobby, die die Unfälle herunterspielt.
      Ich war noch nicht vor Ort, aber der Cache war ja schon vorher archiviert und das vermutlich um Unfälle zu vermeiden.

      Wenn man es als GeoCacher mit alter Bausubstanz zu tun hat, dann ist doppelte Sicherung einfach Pflicht und zudem kann man einen Cache auch einfach mal nicht machen, wenn es unsicher erscheint (Haben wir nicht nur einmal getan) Auch Da teilen wir Deine Einschätzung.

      Zum vorliegenden Fall hat übrigens der Owner ein Statement abgegeben:
      http://upigors.blog.de/2013/02/19/kletterunfall-magdeburg-statement-owners-15547363/

      Viele Grüße

      GeoSoph

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