Highlight: Tour zur „Hammerspitze“ (GCYVG8)

Als wir vor ein paar Jahren im Mai im Walsertal unterwegs waren, fiel uns der Cache „Hammerspitze“ (GCYVG8) zum ersten Mal auf und wir beschlossen, diesen Bergcache auf die traditionelle Weise zu machen (Variante 1). So stiegen wir am Vormittag von Rietzlern (1086m ü.NN) aus auf, um gegen Mittag die Bergstation der Kanzelwandbahn auf ca. 1940m ü.NN zu erreichen.

Hinter uns hatten wir zu diesem Zeitpunkt (neben ein paar Tradis) einen extrem langweiligen Fahrweg, der steil ansteigend der Skipiste folgt und ansonsten wirklich überhaupt nichts bietet, ausser die Möglichkeit, oben über die Gondeltouristen zu lästern. 😆

An der Bergstation angekommen trafen wir einen Bergführer, der uns dringend davon abgeraten hat, ohne Steigeisen den Grat zu betreten, da dort zu diesem Zeitpunkt zwar kein Schnee mehr zu sehen war, aber große Abschnitte unter Eis lagen. Mist!

Auf den doppelten Weg durch die Mulde hatten wir keine Lust und so sind wir um die 1000 Höhenmeter voll zu machen nur noch zum Kanzelwandgipfel um den dortigen Tradi am Klettersteig einzusammeln. Runter ging es dann mit der Seilbahn.

Dieses Jahr am 3. Oktober waren wir wieder einmal vor Ort und das Wetter passte. Da wir in einem Hotel mit „Bergbahn inklusive“ abgestiegen waren, war die Entscheidung für Variante 2 schnell getroffen und wir haben uns die Latscherei zur Kanzelwand Bergstation mit gutem Gewissen gespart. :mrgreen:

Dort ging es dann, auf dem in der Cachebeschreibung vorgeschlagenem Rundweg, zunächst runter in Richtung Zwerenalpe (durch die Mulde), um dann in Richtung Kuhgehrenspitze zu gehen und an der Weggabelung links die Hammerspitze ins Visier zu nehmen. Vom Gipfel der Hammerspitze auf 2170m nahmen wir den traumhaften Rückweg über den Grat in Richtung Kanzelwandgipfel.

Interessanterweise gibt der Owner den einfachen Weg mit ca. 200 Höhenmetern an, meint dabei aber offenbar nicht seine Wegbeschreibung der Variante 2, sondern den Hin- und Rückweg über den Grat von der Kanzelwand aus. Geht man den oben beschriebenen Weg, dann sind es eher 350 bis 400 Höhenmeter einfach und dann noch etwa 100 für den Rückweg über den Grat. Aber egal, der Weg lohnt sich und viele Ausblicke verursachen viele Pausen 😉

Aber egal wieviele Höhenmeter das nun auch immer waren, die Gratüberschreitung ist einfach traumhaft und wer trittsicher ist und ordentliches Schuhwerk dabei hat, für den ist der Weg über den Grat bei gutem Wetter mit Fernsicht die bessere Wahl. Dies gilt trotz, oder gerade wegen der immer wieder anfallenden kleinen Klettereinlagen, die nie gefährlich oder schwierig sind, wenn man vorher genau schaut welchen Weg man nimmt.

Dann ist das AfterTourBierchen auf der Sonnenterasse der Kanzelwandbergstation auch nicht in Gefahr:

      

 

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GeoSoph